Kollektiv «Augenlieder»

VON LIEBESLIEDERN UND LIEBE ZU LIEDERN

Den künstlerischen Inhalt eines Kunstlieds in seiner vollen Tiefe zu erfassen, gestaltet sich für Laien oftmals schwierig. Die Sprache, die den Liedern zu Grunde liegt, wirkt schnell veraltet und die Aussagen verschleiert. Ihre kunstvolle Verbindung mit der Musik offenbart sich normalerweise erst durch gründliche Auseinandersetzung, die ausserhalb eines Berufsstudiums kaum zu bewerkstelligen ist. Demnach ist es nicht überraschend, dass dieser Gattung wenig Beachtung geschenkt wird.

In der Verbindung mit uns heutzutage tendenziell näher vertrauten Kunstformen wie dem Film und dem Tanz sehen die Initiantinnen eine grosse Chance, diese Verständnislücke zu überbrücken und durch Hintergrundinformationen in zusätzlichem Dokumentationsmaterial sogar ganz zu schliessen. Der Vermittlungsaspekt kommt dabei ebenso zum Tragen wie die künstlerische Innovation.

Bisherige Versuche in diesem Bereich begnügen sich meist mit einer entweder rein «sachlichen» Wiedergabe (das Filmmaterial zeigt bloss die Musizierenden bei den Tonaufnahmen im Studio) oder einer stereotypen, vom Inhalt des Lieds losgelösten Umsetzung (z.B. eine attraktive Sängerin in einem reizenden Kleid vor faszinierender Kulisse). Die Vision des Kollektivs verortet sich weitab von diesen eher faden Konzepten und bemüht sich um eine konsequent interdisziplinäre Darstellung der Lieder, welche deren Inhalt im Kern erfasst und gleichberechtigt durch weitere involvierte Kunstformen reflektiert. Dieser Ansatz birgt eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten, Assoziationsfeldern und künstlerischen Perspektiven und eröffnet dadurch neue Zugänge zu dieser alten Gattung.

Das Kollektiv «Augenlieder», bestehend aus zwei Sängerinnen, einem Pianisten und einer Kulturmanagerin, begibt sich mit dem Pilotprojekt “Mädchenblumen” auf den Weg zur Verwirklichung einer grossen Vision: die Faszination des Kunstlieds für jede:n erfahrbar zu machen, unabhängig von Bildung, Vorwissen und kulturellem Umfeld. Dies ist ein ein kleiner aber feiner Revolutionsversuch zu Gunsten der kulturellen Breitenbildung.

Den künstlerischen Inhalt eines Kunstlieds in seiner vollen Tiefe zu erfassen, gestaltet sich für Laien oftmals schwierig. Die Sprache, die den Liedern zu Grunde liegt, wirkt schnell veraltet und die Aussagen verschleiert. Ihre kunstvolle Verbindung mit der Musik offenbart sich normalerweise erst durch gründliche Auseinandersetzung, die ausserhalb eines Berufsstudiums kaum zu bewerkstelligen ist. Demnach ist es nicht überraschend, dass dieser Gattung wenig Beachtung geschenkt wird.

In der Verbindung mit uns heutzutage tendenziell näher vertrauten Kunstformen wie dem Film und dem Tanz sehen die Initiantinnen eine grosse Chance, diese Verständnislücke zu überbrücken und durch Hintergrundinformationen in zusätzlichem Dokumentationsmaterial sogar ganz zu schliessen. Der Vermittlungsaspekt kommt dabei ebenso zum Tragen wie die künstlerische Innovation.

Bisherige Versuche in diesem Bereich begnügen sich meist mit einer entweder rein «sachlichen» Wiedergabe (das Filmmaterial zeigt bloss die Musizierenden bei den Tonaufnahmen im Studio) oder einer stereotypen, vom Inhalt des Lieds losgelösten Umsetzung (z.B. eine attraktive Sängerin in einem reizenden Kleid vor faszinierender Kulisse). Die Vision des Kollektivs verortet sich weitab von diesen eher faden Konzepten und bemüht sich um eine konsequent interdisziplinäre Darstellung der Lieder, welche deren Inhalt im Kern erfasst und gleichberechtigt durch weitere involvierte Kunstformen reflektiert. Dieser Ansatz birgt eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten, Assoziationsfeldern und künstlerischen Perspektiven und eröffnet dadurch neue Zugänge zu dieser alten Gattung.

Das Kollektiv «Augenlieder», bestehend aus zwei Sängerinnen, einem Pianisten und einer Kulturmanagerin, begibt sich mit dem Pilotprojekt “Mädchenblumen” auf den Weg zur Verwirklichung einer grossen Vision: die Faszination des Kunstlieds für jede:n erfahrbar zu machen, unabhängig von Bildung, Vorwissen und kulturellem Umfeld. Dies ist ein ein kleiner aber feiner Revolutionsversuch zu Gunsten der kulturellen Breitenbildung.

EdwardRushton 17

Edward
Rushton

Pianist & Liedcoach

Edward studierte an der Universität Cambridge, der Royal Scottish Academy of Music and Drama und der Zürcher Hochschule der Künste, wo er 2001 in der Liedinterpretationsklasse von Irwin Gage mit Auszeichnung abschloss. Seit 2000 ist er Dozent für Kammermusik und Liedbegleitung an der Hochschule Luzern. Als Liedpianist ist er in ganz Europa aufgetreten und hat mehrere CDs für Labels wie Nimbus, Resonus, BIS, Prospero, Lyrita, CPO und Musiques Suisses eingespielt. 2015 gründet er das Projekt “Besuch der Lieder”, mit dem Zweck, Liederabende in Privaträumen der Schweiz zu veranstalten. Als Komponist schreibt er mit Vorliebe Werke für Gesang und Klavier. Er erhielt für sein Schaffen den Preis der Conrad Ferdinand Meyer-Stiftung 2020.

EmilieInniger 18

Emilie
Inniger

Sopranistin & Künstlerische Co-Leitung

Seit dem Abschluss ihres Bachelorstudiums mit Hauptfach Gesang bei Liliane Zürcher an der Hochschule Luzern studiert Emilie nun ebenda im Master Performance bei Simone Durrer-Stock. Nach ersten Erfahrungen in solistischen Rollen am Konzert Theater Bern beginnt sie bald auch eigene Projekte umzusetzen und wirkt als Produktionsleiterin und Regisseurin. Als Cellistin spielt sie in verschiedenen kammermusikalischen Formationen und Orchestern und wirkt als Chorleiterin des Frauenchors Münsingen.

SerafinaGiannoni 19

Serafina Giannoni

Sopranistin & Künstlerische Co-Leitung

Serafina absolviert ihr Bachelorstudium mit Hauptfach Gesang an der Hochschule Luzern bei Liliane Zürcher und den Master Performance bei Simone Durrer-Stock. Während des Studiums entdeckt Serafina ihre Leidenschaft für das Kunstlied und gestaltet diverse Liederabende und interdisziplinäre Liedprojekte, u.a. in der «Box» des Luzerner Theaters. Als Operndarstellerin singt sie im Jahr 2022 unter anderem die Pamina in Mozarts «Zauberflöte» und die Donna Rosa von Joachim Raffs «Die Eifersüchtigen».

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Dshamilja Schurtenberger

Projektleitung

Dshamilja ist freischaffende Kulturmanagerin und Webdesignerin für Künstler:innen im In- und Ausland. In einer Musikerfamilie aufgewachsen findet sie sich schon früh in kulturell vielseitigem Umfeld, nimmt Klavier- und Gesangsunterricht und spielt mehrere Jahre im Jugendzirkus Tortellini. Während ihren Studien in Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg arbeitet sie an verschiedenen Projekten in den Bereichen Künstlermanagement (u.a. «Piano im Pool» Festival, Lucerne Festival Academy), Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO), Finanzierung und Produktionsleitung (u.a. Verein «grenzgänger») mit.

Demovideos aus der Pandemie

Als sich die Möglichkeiten für auftretende Musiker:innen während der Pandemie fast ausschliesslich auf digitale Kanäle verschoben hatten, begannen die beiden Sängerinnen Serafina Giannoni und Emilie Inniger mit ersten Experimenten zur Verfilmung klassischer Lieder. Die simpel produzierten, mit Smartphones aufgenommenen Filmsequenzen gaben Anstoss, dem lange in ihnen schlummerndem Drang nachzugehen, die Gattung der Liedkunst frisch aufleben zu lassen. In diesem Sinne möchten wir Dir diese Erstversuche nicht vorenthalten:

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Gabriel Fauré – Green

Sopran: Emilie Inniger

Klavier: Edward Rushton

Kamera: Serafina Giannoni

Idee: Emilie Inniger

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Johannes Brahms – Schwesterlein

Sopran: Serafina Giannoni

Klavierpart: Edward Rushton

Kamera: Emilie Inniger

Schnitt & Idee: Serafina Giannoni

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Richard Strauss – Arabella

Oper in bewegtem Stillleben

Arabella: Serafina Giannoni

Zdenka: Emilie Inniger

Klavier: Edward Rushton 

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Robert Schumann – Waldesgespräch

Sopran: Serafina Giannoni

Klavier: Edward Rushton

Kamera: Emilie Inniger

Schnitt und Idee: Serafina Giannoni

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